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Here I am...

Aller Anfang ist schwer! Ein Standard-Spruch aber doch wahre Worte...

Wovor ich am meisten aufgeregt war in Bezug auf mein Auslandssemester? Vor allen Ereignissen der ersten beiden Wochen: die Anreise, die Ankunft im Wohnheim ("Village"), der "Orientation Day" an der Uni, das Kennenlernen mit den anderen Studenten/Studentinnen im Wohnheim und der erste richtige Tag an der Uni.

 

Am 17. Februar 2020 ging es endlich los. Nach einigen Monaten Vorbereitung bin ich voller Vorfreude ins Flugzeug gestiegen. Die Anreise lief folgendermaßen ab: Ich bin mit dem Zug von Stuttgart nach Frankfurt gefahren. Ich hatte viel zu viel Zeit eingeplant und habe mich deshalb am Flughafen erstmal gemütlich in ein Restaurant gesetzt und das letzte deutsche Essen für die nächsten paar Monate genossen. Um 20 Uhr ging es dann los mit dem Boarding. Ca. 7 Stunden später bin ich in Dubai gelandet. Der Flughafen ist zwar riesig, aber auch gut ausgeschildert und vor allem total modern. Da es dort schon 7 Uhr war, konnte ich den Flughafen bei Sonnenaufgang bestaunen.

Vier Stunden später ging es dann ins nächste Flugzeug. Die 14 Stunden von Dubai nach Sydney haben sich wie eine Ewigkeit angefühlt, obwohl ich mir keine bessere Fluggesellschaft hätte aussuchen können. Aus mehrfacher Erfahrung kann ich sagen, dass Emirates wirklich den Preis wert ist - von gutem Essen bis hin zu Sternenhimmel während dem Schlafen hat man alles, was das Herz begehrt. Die komplette Reise verlief reibungslos, sogar meinen Koffer hatte ich nach der Ankunft in Sydney innerhalb von einer halben Stunde.

Bei einem Flug nach Sydney muss man sich aber vorher genau informieren, was man mitnehmen darf und was nicht. Im Flugzeug bekommt jeder ein auszufüllendes Formular. Informationen wie Grund der Reise, Dauer des Aufenthalts und natürlich jegliche persönliche Daten müssen eingetragen werden. Zusätzlich müssen mitgeführte Dinge wie Medikamente und Lebensmittel genauestens aufgeführt werden. Da ich Schokolade und Medikamente deklariert habe, musste ich durch eine zusätzliche Kontrolle. Hier wurde überprüft, welche Medikamente ich im Gepäck habe und ob die Schokolade den Vorschriften entspricht. Diese darf nämlich keine Nüsse enthalten und muss originalverpackt sein. Informiert euch also vorher genau, was ihr mitnehmen dürft und was nicht und denkt vor allem daran, auf dem Formular im Flugzeug alles zu deklarieren. Kleiner Tipp: lieber zu viel als zu wenig deklarieren, denn die Zeitverzögerung durch die zusätzliche Kontrolle begrenzt sich meistens auf 2 bis 10 Minuten!

 

Am Flughafen in Sydney wurde ich von dem Bus Shuttle abgeholt, den man vor der Anreise kostenlos buchen kann, wenn man im Wohnheim der Western Sydney University (WSU) untergebracht ist. Nach 45 Minuten Fahrt und insgesamt ca. 36 Stunden Reisezeit erreichte ich endlich das Ziel meiner Reise: das WSU Village. Als ich zusammen mit anderen Anreisenden aus dem Bus ausgestiegen bin, wurde uns schon die Tür zur Rezeption des Wohnheims aufgehalten. Nach einigen organisatorischen Dingen, wie zum Beispiel einigen Formularen und der Schlüsselübergabe, wurde uns die Anlage gezeigt und anschließend wurde jeder zu seinem Apartment gebracht.

 

Der erste Eindruck von meinem Apartment war schrecklich. Ich habe mir vorher auf der Webseite Bilder und eine 360-Grad-Ansicht angeschaut, weshalb ich von einem modernen, sauberen und hellen Apartment ausgegangen bin. Die Realität war das Gegenteil: Wenn man durch die Tür geht, erwartet einen ein dunkler Flur ohne Fenster, die Küche war dreckig, die Mülleimer komplett vollgestopft und das Zimmer war eng und definitiv nicht mal annähernd sauber.

Nachdem ich mich an der Rezeption beschwert habe, wurde sofort zugegeben, dass mein Zimmer noch nicht geputzt wurde. Zwei Stunden später war das Zimmer für Studentenwohnheim-Verhältnisse recht sauber. Auch die Anlage ist recht schön, es gibt viele Grünflächen, einen Outdoor-Fitness-Bereich, einen BBQ-Bereich, einen Gemeinschaftsraum mit Billard, Tischtennis und Leinwand und einen Pool.

Zum Glück hatte ich das Kitchen Package und das Linen Package vorher bestellt. Somit hatte ich die nötige Küchenausstattung sowie Bettwäsche, Bettdecke und Kissen und 4 Handtücher direkt vor Ort und musste nicht am ersten Tag noch alles kaufen. Außerdem bekam jeder eine "Welcome-Bag" mit Nudeln, Tomatensoße, einigen Konserven und einigen Instant-Nudeln - was man als Student im Studentenwohnheim eben so braucht.

 

Trotzdem mussten einige Sachen in der ersten Woche erledigt werden:

  • Zimmer, Schränke und Bad komplett durchputzen
  • Koffer auspacken und Zimmer einräumen
  • OPAL-card (Karte für öffentliche Verkehrsmittel) kaufen
  • herausfinden, wie die WSU-Shuttle funktionieren (die WSU hat kostenlose Shuttle-Busse für Studenten, die den ganzen Tag zwischen den drei Campussen - South Campus, City Campus und North Campus/Village - fahren)
  • herausfinden, wo man am besten und günstigsten einkaufen kann
  • die ersten Einkäufe erledigen (Putzmittel, Essen, Wasser, zusätzliche Küchenausstattung, ...)
  • Studentenausweis in der Uni abholen
  • australisches Bankkonto eröffnen oder (wenn schon online eröffnet) zur Filiale gehen und die Bankkarte abholen
  • App für die Krankenversicherung runterladen
  • Anmeldung im Fitness-Studio

Auch der Orientation Day der Uni hat direkt an meinem zweiten Tag in Australien stattgefunden. Dieser bestand aus einigen Vorträgen und Informationsständen mit vielen Werbegeschenken. Jeder bekam wieder eine "Welcome-Bag" und außerdem einen Voucher fürs Mittagessen, das durch einige Food-Trucks eine große Auswahl bot.

 

Auch vom Village aus wurden einige Kennenlern-Events angeboten, wie zum Beispiel Lasertag, eine Pasta & Movie Night und Pub Crawls. So konnte man schnell viele Studenten/Studentinnen aus dem Wohnheim kennenlernen, wodurch es leichter war, sich einzuleben. Am dritten Tag stellte sich heraus, dass im Wohnheim ca. 25 Deutsche sind, bei insgeamt ca. 200 - 300 Bewohnern. 

 

In der folgenden Bildergalerie seht ihr ein paar Eindrücke aus meiner ersten Woche in Australien:

Trotzdem habt ihr bestimmt gemerkt, dass die erste Woche nicht einfach war. Wie ich zu Beginn des Artikels schon geschrieben habe: Aller Anfang ist schwer! Aber so voll, kompliziert und anstrengend die erste Woche auch war, habe ich mich bis zum Ende der ersten bzw. zweiten Woche doch schon recht gut eingelebt.

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Kommentare: 1
  • #1

    Bianca (Montag, 16 März 2020 16:50)

    Klingt ja alles mega interessant. � Dir viel Spaß in Australien �